Was haben wir denn da? Ein klassisches Adventure mit Pixelgrafik. Vlad Circus: Curse of Asmodeus lief mir auf einer Plattform für Presse-Keys über den Weg und ich habe mir mal einen Schlüssel dafür schicken lassen. Leider hat es sich dann aber nicht als Überraschungshit entpuppt und geht wohl selbst als Adventure-Geheimtipp in der Masse unter. Warum? Nun, das will ich euch gerne verraten…
Der erste Kritikpunkt ist die Pixelgrafik. Selbstverständlich habe ich am Look nichts auszusetzen, den Grafikstil mag ich sehr. Aber leider hat man es abschnittsweise mit der Unschärfe so übertrieben, dass man nur mehr einen Pixelmatch auf dem Bildschirm sieht. Wäre das nur an einer Stelle so, könnte man das ja noch abtun, es passierte in den ersten zwei Stunden aber über ein Dutzend mal. Da kann man es beim besten Willen dann nicht mehr ignorieren. Weniger gestört hat mich da der Ambience-Sound im Hintergrund, der normalerweise in einer Schleife läuft, die so abgemischt wird, dass der Übergang normalerweise nicht zu hören ist. In der Schleife läuft er hier auch, aber mit deutlicher Pause und hörbaren Neuanfang. Davon bekommt man hauptsächlich was mit, wenn man an einem Ort länger verweilt, als die Entwickler vorhergesehen haben. Das passierte mir aber durchaus öfters, denn leider sind auch manche Rätsel eher unlogisch, ihre Lösung nur möglich wenn man um etliche Ecken denkt.
Kann man sich mit all diesen Problemen aber arrangieren, dann wird man eine interessante, verstörende Geschichte erleben. Die wird uns durch viel Text (Sprachausgabe gibt es keine) und schön gezeichnete Pixelszenen inszeniert. Dazu kommen allerlei skurrile und interessante Charaktere in einer amerikanischen Kleinstadt in den 1920er Jahren. Das hat schon seinen Charme. Aber Achtung, das Spiel ist nichts für zartbesaitete Gemüter und definitiv nicht für Kinder und Jugendliche! An einigen Stellen hat es explizite und drastische Gewaltdarstellungen die selbst im Pixellook nur knapp an der Geschmacklosigkeit vorbei schrammen. Außerdem spielen wir die Rolle eines Suffkopf, der ein gutes Beispiel für den weit verbreiteten und extremen Alkoholmissbrauch in dieser Zeit ist. Wenig später versucht man ja dann mit einem Alkoholverbot (Prohibition) dem beizukommen.









Meine Meinung
Ich würde Vlad Circus: Curse of Asmodeus gerne empfehlen, das Spiel macht es mir aber leider unmöglich. Zu viele Dinge, die nicht rund laufen und das Spiel stören und schließlich auch für meinen Geschmack eine viel zu übertriebene Gewaltdarstellung. Es hat deshalb auch keine Jugendfreigabe bekommen. Letztlich war mir die Handlung dann auch ein wenig zu verwirrend und abgedreht, so dass ich nach ein paar Stunden den Überblick verloren und das Spiel genervt beendet habe. Schade.
Vlad Circus: Curse of Asmodeus | Adventure |
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Entwickler: | Indiesruption |
Vertrieb: | Blowfish Studios |
Systeme: | PC, PS5, Switch, Xbox Series X|S |
Preis: | 19,99 € |
Link: | Offizielle Webseite |
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