Train Valley Origins ist eine digitale Modelleisenbahn. Wir bauen Landschaft, verlegen Schienen und lassen Züge fahren. Ein bisserl Sid Meier’s Railroad Tycoon steckt aber auch in dem Spiel, denn es hat auch einen Strategieteil. In dem verdienen wir uns Geld für den Ausbau unserer kleinen Eisenbahnwelt. Zu guter Letzt gehört auch ein wenig Puzzle in den Topf, denn wir müssen rechtzeitig Weichen stellen und Züge anhalten, um Kollisionen zu vermeiden. Signale kennt das Spiel nämlich keine, genauso wenig wie Fahrpläne oder Streckenplanung. Der Bahnbetrieb ist also sehr rudimentär, genau wie die anderen Spielelemente eigentlich auch. Wie heißt es so schön: die Mischung macht’s!






Optisch macht das Spiel auch eher einen auf niedlich. Die Züge sind zwar an reale Vorbilder angelehnt, im Comiclook wirken sie aber mehr wie Thomas und sein Freunde. Der Grafikstil macht aber einen Großteil des Charmes des Spiels aus. Leider orientiert sich auch die Soundkulisse an dem Stil, was bedeutet das wir es mit Fahrstuhlgedudel in Bestform zu tun bekommen. Da packt man sich lieber ein Mixtape in sein Stereoanlage oder hört so einen modernen Podcast.
Der Editor funktioniert ganz gut, der Bau geht ziemlich zügig von statten. So sieht man schon nach wenigen Minuten seinen Fortschritt, was motivierend ist. Hat man sein Eiland soweit ausgestaltet, verlegt man Schienen und platziert Gebäude und Einrichtungen. Dann kann man endlich den ersten Zig fahren lassen. Anfangs ist da die Auswahl noch recht eingeschränkt, mit der Zeit bekommt man aber immer bessere Lokomotiven und Wagen. Seine Kreationen kann man dann mit anderen teilen und umgekehrt auch mal Karten von Freunden spielen.






Einen kleinen Haken hat das allerdings, denn wir müssen uns das Spiel selbst beibringen. Ein Tutorial gibt es quasi nicht, Learning by Doing ist das Motto in Train Valley Origins. Man kann aber einfach gefahrlos drauflos bauen und alles ausprobieren, ohne wirklich etwas kaputt zu machen. Ich mag das sehr, aber verstehe auch, dass das vielen wohl missfallen wird. Heute wollen die Leute an die Hand genommen und sanft in das Spiel eingeführt werden.
Ich störe mich da mehr an den Dingen, die dem Spiel fehlen. So vermisst man eine Kampagne und auch ein paar vorgefertigten Karten von den Entwicklern, die man erkunden kann. Man bekommt im Prinzip nur einen Baukasten zum Selberentdecken.












Meine Meinung
Ich hatte mit Train Valley Origins durchaus meinen Spaß, denn ich mag Eisenbahnen und auch kleine, nette Puzzlespiele. Allerdings sehe ich auch die Schwächen und mag mir die auch nicht Schönreden. Mit knapp 12 Euro ist es aber auch nicht wirklich teuer, so dass man dem Spiel durchaus eine Chance geben sollte, wenn einem solche Spiele gefallen.
Train Valley Origins | Strategie/Simulation |
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Entwickler: | Flazm |
Vertrieb: | Polden Publishing |
Systeme: | PC |
Preis: | 11,70 € |
Link: | Steam |
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